Mein erstes Mal… Triathlon

Triathlon - Faris al Sultan - in Aktion 9

Was für ein Jahr. Ein Deutscher gewinnt beim Ironman auf Hawaii, ein anderer Deutscher geht in Triathlon-Rente. Letzterem, nämlich Faris al Sultan, haben wir vor einiger Zeit ein paar Worte zum Thema „Mein erstes Mal…Triathlon“ entlockt.

Faris, wann hast du mit deinem Sport begonnen?
1996 Kurzdistanz Karlsfeld , Leistungssport Herbst 1992 Schwimmen; erster Marathon 1994

Wie bist du zu deinem Sport gekommen, über welche andere Sportart bist du dazu gekommen?
Zuerst Schwimmen, dann bin ich zusätzlich gelaufen.

Was war die Initialzündung? Hattest du ein Vorbild, einen Grund?
Für Triathlon war es Thomas Hellriegel und seine Leistungen auf Hawaii

Wieviel Zeit ist vergangen, ehe du richtig infiziert warst?
Praktisch keine, ich bin meist nicht sofort gut bei Dingen die ich anpacke aber ziemlich ausdauernd – das ist mein Talent.

Wie oft wolltest du alles hin schmeißen?
2008 war ich in einer ernsten Krise, trotz Siegen beim IM Malaysia und beim 70.3 in Wiesbaden, erst 2009 ging es wieder aufwärts.

Was liebst du am meisten an deinem Sport?
Die Kombination drei Sportarten mit ihrem unterschiedlichen Anforderungsprofil zu verbinden und kein Supertalent in einer sein zu müssen um Erfolg zu haben.
Auch die Tatsache dass man mit Training bei uns sehr weit kommt, also Arbeit sich auszahlt gefällt mir.

Was empfiehlst du Neugierigen, die es auch einmal probieren wollen?
Mit Freude an die Sache heranzugehen, dankbar dafür zu sein, den eigenen Körper zu spüren und dessen Leistungsfähigkeit zu erleben und zu verbessern.

Was willst du noch dazu sagen…
Viel Spaß

10 Tipps für Triathlon-Beginner von Ex-Profi Faris al Sultan

Triathlon - Faris al Sultan - Abu Dhabi

Faszination Thriatlon: Faris Al Sultan in Aktion in Abu Dhabi

1. Ausdauersport verlangt Geduld. Plane nicht gleich einen Start beim Ironman.

2. Man kann viel Geld für Triathlonausrüstung ausgeben wirklich notwendig sind aber vor allem zwei Dinge

a) die richtigen Laufschuhe
b) Sitzposition am Rad

3. Triathlon ist nicht nur ein Sport sondern eine Lebenseinstellung. z.B. kann ich mit dem Rad in die Arbeit fahren? Laufen ? etc.

4. Nahrungsergänzungsmittel, PowerBar etc. sind manchmal praktisch, insbesondere unterwegs, vor oder nach dem Training aber nicht notwendig und ersetzen keinesfalls eine vernünftige Ernährung.

5. In einem Verein finden sich Gleichgesinnte und mit anderen macht Training mehr Freude.

6. Lass Dich vom Schwimmen nicht abschrecken und verzweifele nicht, ein Michael Phelps wird aus Dir nicht werden aber mit Geduld und Arbeit wird es ausreichen um mit Freude in einen Wettkampf zu gehen.

7. Suche Dir für Dein Triathlondebüt am besten einen kleinen familiären Wettkampf.

8. Stresse Dich nicht mit Trainings – Triathlon soll Dein Leben bereichern nicht stressiger machen.

9. Lerne Dein Rad zu beherrschen, Radfahren ist deutlich gefährlicher als Formel 1 fahren.

10. Genieße Dein neues Körpergefühl!

4 wichtige Grundübungen bei Aqua Zumba

Sandra Leser

Sandra Leser

Es gibt beim Aqua Zumba rund 30 verschiedene Grundübungen. Hier zeigt dir Aqua Fitness Trainerin Sandra Leser (www.aquaprofitrain.de) die wichtigsten vier Übungen, mit denen du richtig fit wirst:

1. Buckelpiste

Du willst deinen Bauch in Form bringen? Dann rein in die Buckelpiste! Ja, die Übung hat tatsächlich ein bisschen Ähnlichkeit mit dem Bewegungsablauf, den du im Winter auf Skiern auf der Buckelpiste braucht. Den Bauch dazu im Wasser anspannen und mit festem Druck die Füße anziehen und wieder aufstellen. Diese Bewegung so oft wie möglich wiederholen. Zur besseren Balance die Arme seitlich ausgestreckt im Wasser halten.

2. Slalom

Schon wieder eine Skiübung im Wasser? Wenn‘ s der Fitness hilft – und das tut es! Die Beine und Füße fest zusammendrücken und nach rechts und links ziehen, so, als ob du um Slalomstangen hüpfst. Die Übung trainiert Kraft, Gleichgewicht und die Bauchmuskulatur.

3. Sartorius

Jetzt kommen die seitlichen Bauchmuskeln dran: Mit beiden Füßen fest auf dem Boden stehen, dann jeweils über Kreuz eine Hand und einen Fuß zusammenbringen – linke Hand zum rechten Fuß und umgekehrt. Je fester die Füße am Boden stehen desto intensiver wird diese Übung. Sartorius schult perfekt die Bauchspannung und Koordination.

4. Stuhl

Nein, nicht hinsetzen und ausruhen! Bei dieser Aqua Zumba-Übung „setzt“ man sich nämlich auf einen imaginären Stuhl im Wasser – und das kostet Kraft. Die Beine werden dazu angezogen und vor- und zurückbewegt. Dabei ist es wichtig, auf eine gleichmäßige Atmung zu achten und mit den Armen die Bewegung zu unterstützen.

Neo’s: Gut zu wissen

Triathlon - Faris al Sultan - IronMan Südafrika

Wenn’s kalt wird unverzichtbar: ein guter Neopren-Anzug

Mit oder ohne? Eine Frage, die Ihr Euch vor einer längeren Schwimmeinheit im offenen Gewässer oder vor dem Triathlon-Wettkampf immer wieder stellt. Denn der Neo isoliert nicht nur vor Kälte, sondern macht im Wasser auch schneller. Klar zieht man ihn deshalb gerne an, was aber nicht immer erlaubt ist. Wir sagen Euch, auf was Ihr achten solltet.

Aber zuerst einmal ein kurzer Blick zurück: Als Ende der 80er die ersten Triathleten mit einem Neoprenanzug ins Wasser gingen, hatte dieser nur einen Zweck: er sollte vor Kälte schützen. Spezielle Neoprenanzüge für Schwimmer gab es damals noch nicht, also wurden kurzerhand Surf-Neos für den Triathlon umfunktioniert. Neoverbote oder Regelungen bezüglich des Materials gab es ebenfalls nicht. Ehemalige Weltklasse-Triathleten berichten aus den Anfangstagen des Triathlons, dass man auch bei Wassertemperaturen unter 14 Grad nur mit Badehose bekleidet zum Schwimmen angetreten sei. Damals wurde man schon fast komisch angeschaut, wenn man sich einen Neoprenanzug als Kälteschutz anzog. Die klassische Weichei-Situation also.

Mehr Auftrieb im Wasser
Heute herrscht da ein ganz anderes Bild vor. Kaum ein Triathlet will mehr freiwillig auf seine geliebte, zweite Haut verzichten. Dabei steht der Kälteschutz gar nicht mehr im Fokus. Vielmehr profitieren Triathleten von der Auftriebshilfe, die ein moderner Schwimmneo bietet. Insbesondere schlechtere Schwimmer profitieren überdurchschnittlich, wenn sie mit einem Neoprenanzug schwimmen, weil dieser einen quasi automatisch in die ideale Wasserlage hievt. Zudem reduziert das elastische Hightech-Material den Wasserwiderstand und sorgt so für schnellere Schwimmzeiten. Kein Wunder also, dass bei einem ausgesprochenen Neoverbot das Gejammer unter den Triathleten groß ist. Aber wann darf man im Triathlon eigentlich mit Neo schwimmen und wann muss man es sogar?
Wassertemperatur und Distanz entscheiden über Neoeinsatz
Bei den meisten Triathlon-Veranstaltungen in Deutschland regelt die Sportordnung der Deutschen Triathlon Union (DTU), wann ein Neoprenanzug getragen werden darf und wie dieser beschaffen sein muss. Das genaue Regelwerk kannst Du Dir hier herunterladen: http://www.dtu-info.de/ordnungen.html. Die Sportordnung gilt allerdings nur bei Wettkämpfen, die sich der DTU unterwerfen. Abweichungen im Detail gibt es beispielsweise bei Ironman-Veranstaltungen der World Triathlon Corporation (WTC). Das DTU Regelwerk sieht vor, dass ein Neoprenanzug aus maximal 5mm dickem Material gefertigt sein darf. Üblich ist ein einteiliger Anzug mit Ärmeln, aber es dürfen auch zweiteilige Anzüge und Neoprenhauben verwendet werden. Ob das Tragen der Neoprenteile erlaubt ist, hängt von der Schwimmdistanz und der Wassertemperatur am Wettkampftag ab. Nach DTU Reglement findet bei einer Wassertemperatur unter 14 Grad kein Schwimmen statt. Bei Schülern gilt sogar eine Grenze von 19 Grad. Bundesliga- und Elitestarter dürfen bis 1.500m Schwimmdistanz ab 19,9 Grad Wassertemperatur keinen Neo mehr tragen, für Altersklassenathleten gilt die 21,9 Gradmarke auf der gleichen Streckenlänge. Bis zu einer Schwimmdistanz von 3.000m (Mitteldistanz) ist das Tragen eines Neoprenanzuges bis 22,9 Grad Wassertemperatur erlaubt. Bei der Langdistanz (Schwimmstrecken ab 3.000m) gibt es ab 24 Grad Wassertemperatur Neoverbot. Bei Ironman Rennen gilt nach WTC Reglement eine Obergrenze von 24,5 Grad Wassertemperatur.

Speed Suit guter Ersatz
Bei Neoprenverbot gibt es aber eine andere, sehr effektive Möglichkeit: einfach den Speed Suit aus der Energize Range von Aqua Sphere tragen! Der wirkt komprimierend und ist wesentlich angenehmer zu tragen als nur eine Badehose. Bei der Olympischen Distanz oder Kurzdistanz kann man den Tri-Suit, der ein Pad zum Radfahren integriert hat, bei allen drei Disziplinen tragen und erspart sich lästigen, zeitraubenden Klamottenwechsel. Eine klasse Lösung!

Ich packe meinen Koffer und nehme mit: ein Skimboard!

Skimboarding - Friedrich Flüh - in Aktion 3

Friedrich Flüh in Aktion!

Eine Reise in die amerikanische Skimboard-Szene

Nach dem Abitur war Friedrich Flüh von der BeachBreakers Skim Crew fest entschlossen, die freie Zeit ganz im Zeichen des Skimboards zu nutzen: „Ich beschloss 2012 meinen Sponsor DB Skimboards in Seattle/WA zu besuchen, um meinen Skimboardhorizont zu erweitern.“

Für 3 Monate ging es über den großen Teich. Auf der Reiseroute waren Washington, Texas und Kalifornien festgesteckt. Die El-Dorados der amerikanischen Szene! Friedrich erinnert sich an den spannenden Start: „Ich hatte keine Ahnung wo ich schlafen sollten, mein Sponsor hatte wohl einen Platz für mich organisiert, wo ich unterkommen konnte. Mehr wusste ich nicht.“
Dann ging es ans Kofferpacken. Was packt man für so eine lange Zeit und für eine so vielseitige Sportart ein? Auf jeden Fall genügend Kleidung von warm bis kalt. „Ich war voll ausgerüstet“, erinnert sich der Skimboarder. „Außerdem hatte ich noch meine Kamera dabei, um einzigartige Momente festhalten zu können“.

In Hamburg stieg er gespannt in den Flieger. Schließlich Landung in Seattle nach einem langen Flug: Der erste Besuch in den Staaten. Zusammen mit Blake Zimmermann [Video vom Treffen], einem seiner ersten Szene-Kontakte eroberte er die bekanntesten Spots der Skimboarder. Chambers Creek, Dash Point und kleine Ausflüge nach Kanada waren Must-Sees bzw. Must-Boards. Außerdem standen auf der To-Do-Liste der Besuch beim Sponsor DB Skimboards und einer Skimboardfabrik. Viel zu schnell hieß es: Bye-bye, Seattle, welcome in Houston/Texas. Dort waren seine Hosts die Skimboarder Mitchell Elder und Ryan Efaw, die sich seit 2008 dem Skimming verschrieben haben. Wieder ein paar unvergessliche Spots: Cypress Creek und Galveston. „So ein Skimboard Urlaub bringt viele neue und wichtige Kontakte. Und viel Erfahrung besonders im Kofferpacken.“, schmunzelt ….

Ich packe meinen Koffer à la Skimboard
– Reisepass
– !Skimboard!
– Kamera
– Boardshort
– Kreditkarte
– Sonnencreme
– … nicht zu viele Klamotten, denn die Schlepperei geht einem am Ende doch auf die Nerven.

Hauptsache die Badehose stimmt! AquaSphere Shorts sparen einem mit ihrem UV-Schutz sogar die Sonnencreme.

10 Tipps für Open Water Swimming Einsteiger

Mim Schall sagt Euch, worauf Ihr beim Langstreckenschwimmen achten solltet:

1. Behutsam einsteigen. Nehmt Euch am Anfang nur kleine Distanzen und Trainingsumfänge vor, ansonsten drohen Muskel- oder Schulterprobleme.

2. Trainingsumfänge langsam steigern.

3. Achtet auf eine effektive Schwimmtechnik, am besten Kraul mit 3er-Zug. Damit kann man sich im Wasser auch gut orientieren. Eventuell empfiehlt sich am Anfang ein Technikkurs.

4. Bei längeren Distanzen solltet Ihr Euch an empfindlichen Körperstellen einreiben (z.B. mit Vaseline), um Wundreiben zu vermeiden. Wund wird man nämlich schneller, als man denkt.

5. Bei Badebekleidung/Neopren und Schwimmbrille darauf achten, dass sie wirklich gut passen, ansonsten verursachen sie noch mehr Aufrieb.

6. Nie alleine in offenen Gewässern schwimmen! Ein Muskelkrampf kann einen immer ereilen und dann wird es gefährlich.

7. Zur Sicherheit Rettungsboje oder kleines Schlauchboot mitnehmen.

8. Regelmäßig Verpflegung zu sich nehmen (Gels, Getränke; können z.B. im Schlauchboot deponiert werden), sonst drohen Leistungseinbrüche oder gar ein Hungerast.

9. In möglichst unterschiedlichen Gewässern trainieren, um sich an alle Eventualitäten (z.B. Strömungen, Tiere, Wasserpflanzen, Temperaturunterschiede) zu gewöhnen.

10. Genießt das Schwimmen in jedem Gewässer und habt Spaß dabei! Evtl. Motivationslöcher auf langen Strecken lassen sich z.B. gut mit Musik überbrücken.

Titelbild: Mim Schall

Triathlon – Distanzen

Es muss nicht immer die olympische Distanz sein. Für Mareen Hufe in Frankfurt schon!

Es muss nicht immer die olympische Distanz sein. Für Mareen Hufe in Frankfurt schon!

Schwimmen, Radfahren, Laufen – drei elementare Grundsportarten vereint: Triathlon begeistert weltweit immer mehr Menschen. Wir erklären, auf welche Distanzen Ihr Euch wo einstellen müsst.

Volkstriathlon: Hier kann jeder teilnehmen, der einmal in den Triathlonsport hineinschnuppern will. Er wird deshalb auch als Sprint- oder Schnuppertriathlon bezeichnet. Ein gängiges Volkstriathlon-Format geht über die Distanz von 500 m Schwimmen, 20 km Radfahren und 5 km Laufen. Es gibt auch spezielle Kinder- und Jugendtriathlons, um die Kinder auf altersgerechten Distanzen und mit viel Spaß an diese Sportart heranzuführen. Die Jüngsten (ab 7 Jahre) legen hier beispielsweise Strecken von 25 m Schwimmen, 400 m Radfahren und 300 m Laufen zurück

Olympische Distanz: Seit den Olympischen Spielen in Sydney im Jahr 2000 ist Triathlon eine olympische Disziplin. Die Wettkampflänge bei Olympia, ansonsten auch Kurzdistanz genannt: 1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren, 10 km Laufen. Übrigens: Jan Frodeno gewann 2008 in Peking die erste Goldmedaille für Deutschland im Triathlon.

Die Mitteldistanz ist die Hälfte der klassischen Langdistanz und geht über 2 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21,1 km Laufen.

Die Langdistanz, der klassische „Ironman“, geht über 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen. Ziel jedes ambitionierten Triathleten ist es, einmal beim legendären Ironman in Hawaii dabei zu sein, der jedes Jahr im Oktober stattfindet. Bekanntester Ironman in Deutschland ist der Triathlon im mittelfränkischen Roth, der Teil der Challenge-Weltserie ist.

Ultratriathlon: Genug ist nie genug. Für absolute Ausdauerfreaks gibt es auch noch extremere Distanzen, die sogenannten Ultratriahtlons. Sie reichen vom Double Ultratriahtlon über 7,6 km Schwimmen, 360 km Radfahren und 84,4 km Laufen bis hin zum Double Deca Ultratriathlon (76 km Schwimmen, 3600 km Radfahren und 844 km Laufen). Crazy!

Mein erstes Mal… Open Water Swimming – Mirjam Schall

Mirjam Schall bei der Querung des Bodensees

Mirjam, wann hast du mit deinem Sport begonnen?
Mit drei hat mich mein Großvater zum Leichtathletik mitgenommen, zudem hab ich im Alter von 6 Jahren dann mit dem Ballett begonnen. Mit 10 kam noch Gardetanz dazu und mit 12 hab ich meinen ersten Kindertriathlon absolviert – also eigentlich bis auf meine „Erkrankungspause“ schon immer.

Wie bist du zu deinem Sport gekommen, über welche andere Sportart bist du dazu gekommen?
Vor vielen Jahren wurde mir von den Ärzten gesagt , dass ich gar keinen Sport mehr machen darf und dass ich bald im Rollstuhl sitzen werde. – aber ich wollte einmal im Leben durch das Ziel beim Challenge Roth laufen – nun werde ich dies heuer, hoffentlich, das neunte Mal durchqueren.

Was war die Initialzündung? Hattest du ein Vorbild, einen Grund?
Vor drei Jahren habe ich mein erstes 24-Std-Schwimmen absolviert und war da auch gleich erfolgreich, dadurch wollte ich mehr. Meine Grenzen ausweiten.
Christoph Wandratsch, Bruno Baumgartner, Hamza Bazirioglu.

Wieviel Zeit ist vergangen, ehe du richtig infiziert warst?
Das kann ich nicht genau sagen

Wie oft wolltest du alles hin schmeißen?
Lach – bei jedem harten Training – was bei meinem Trainer eigentlich immer der Fall ist.
Nein nicht wirklich, durch den Sport hab ich es geschafft meine Krankheit zu besiegen, daher stellt sich die Frage nicht.

Was liebst du am meisten an deinem Sport?
Eins sein mit dem Element Wasser – immer wieder die Herausforderung ins meist auch kalte Wasser zu gehen und sich einfach frei zu fühlen.

Was empfiehlst du Neugierigen, die es auch einmal probieren wollen?
Einfach versuchen und auch mal über seine Grenzen gehen. Aber Vorsicht: offenes Gewässer bitte immer zu mehreren anfangs!!!!!

Besser, weiter, schneller: Der Ironman

Triathlon_Phantom_Racer
Fast hundert Jahre ist er alt, der Triathlon. Seit der Dreikampf aus Schwimmen, Radfahren und Laufen 1920 zum ersten Mal in Frankreich ausgetragen wurde (noch ganz bescheiden mit 3km Laufen, 12km Radfahren, Überquerung des Flusses Marne) hat er nichts an seiner Faszination eingebüßt. Im Gegenteil: Heute ist die internationale Triathleten-Community besser vernetzt denn je, neue Wettkampfserien entstehen und viele Sportler finden den Zugang zum Triathlon, der seit 2000 auch olympisch ist (1,5 km Schwimmen, 40 km Rad, 10 km Laufen). Wer das schon beeindruckend findet, dem wird angesichts der Extreme des Ironman der Mund offen stehen. Der weltweit bekannte Langstrecken-Distanz-Triathlon fordert alles von seinen Teilnehmern auf der 3,86 km Schwimmstrecke, bei der 180,2 km Rad-„Tour“ und einem nachfolgenden Marathon über 42,4 km. Kilometerlang fechten die Triathleten den Kampf ums Durchhalten, Weitermachen, Ziel erreichen aus..

Kaum verwunderlich, dass diese verrückte Idee angeblich auf eine Bierwette zurückgeht, der der erste Wettbewerb 1978 auf Hawaii folgte. Während Triathlon in Deutschland noch ein Fremdwort war, trafen sich damals schon die Besten der Besten, um ihre Grenzen auszutesten. Mittlerweile finden fast überall auf der Welt Ironmans statt. Der hawaiianische aber gilt als Königsdisziplin, denn neben den Anforderungen der Strecken konfrontiert er die Teilnehmer mit rauer Natur, harschem Wind und widrigem Wetter. Deshalb darf an dieser Weltmeisterschaft des Triathlons nur teilnehmen, wer zuvor in den Wettkampfserien genügend Punkte im Vergleich zu den anderen gesammelt hat und sich damit einen der begehrten 1.650 Startplätze sichert. Die Qualifikation erfolgt über die Teilnahme an 5 Ironmans und 3 Half-Ironmans innerhalb einer Rennserie (z.B. Ironman, Ironman 70.3, International Triathlon Union (ITU) und die deutsche Triathlonliga).

Das Motto „No pain, no gain“ ist vielleicht die passendste Beschreibung für diesen Sport, der alles fordert, seinen Sportlern aber auch wahnsinnig viel gibt: Adrenalinkick, Endorphinrausch, den wahren Flow und das Glückserlebnis am Ende seiner Kräfte das langersehnte Ziel zu erreichen. Aber kein Extrem ohne Steigerung. Wem der Ironman nur ein müdes Lächeln abringt, für den haben wir was:
In Mexiko wurde der bisher längste Triathlon ausgetragen, der Double-Deca Ultratriathlon: über die 20ig-fache (!!) Hawaii-Distanz. Nur zur rhetorischen Verdeutlichung: 76 km Schwimmen, 3600 km Radfahren, 840 km Laufen…

Oder wie wäre es mit einem 10-tägigen Urlaub für den 10-Tage-Triathlon: 10 Tage, täglich innerhalb von 24 Stunden die gleiche Triathlondistanz. Oder du machst es wie Astrid Benört, die „schrittweise“ vorgeht: Sie ist Weltmeisterin über die 3-,4-,5- und 10-fache Ironmandistanz. Und mit diesen verrückten Ideen entlassen wir dich nun ins Triathlon-Training. No pain, no gain!
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