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Anett Finger startet als Triathletin voll durch. Wir haben sie gefragt, woher sie ihre Motivation nimmt und wie sie sich zu immer neuen Höchstleistungen anspornt.

Wie hast du den Sport für dich entdeckt?

Begonnen habe ich mit dem Sport ganz klassisch aufgrund eines weiblichen Motives: um mich fit zu halten. Für die meisten Frauen ist die größte Motivation mit Sport zu beginnen um die Figur zu halten oder ein paar Kilogramm zu verlieren. Bei mir waren es 1-2 kg, die ich damals gern loswerden wollte. Also habe ich mit dem Laufen angefangen.

Mehr und mehr kamen dann allerdings weitere Aspekte hinzu: ich bin wahnsinnig gern in der Natur unterwegs, sowohl im Sommer als auch im Winter. Sonnenblumenfelder im August haben für mich ebenso ihren Reiz, wie auch die Ruhe einer unberührten winterlichen Landschaft und das Knistern des Schnees unter den Langlaufski.

Was ist für dich das besondere an Triathlon?

Ich durfte viele tolle Menschen kennenlernen und konnte sportliche Ziele erreichen, von denen ich am Beginn meiner sportlichen Laufbahn nie zu träumen gewagt hätte. Noch vor einigen Jahren hätte ich mir nicht vorstellen können einen Halbmarathon zu schaffen, geschweige denn einen Ironman. Eines hat mich der Sport dabei gelehrt: Man ist deutlich mehr zu leisten im Stande als man sich meist vorstellen kann.

Was motiviert dich zu neuen Leistungen?

Inzwischen, als Profisportlerin, treibt mich täglich die Frage an, wie weit ich es sportlich schaffen kann. Ist eine Qualifikation für die Ironman WM möglich? Wenn ja, schaffe ich es unter die Top 10 oder gar Top 5? Ich hatte begonnen um 1-2 Kilo zu verlieren, habe mich dann an einen Halbmarathon, einen Marathon, einen Triathlon, einen Ironman und nun sogar an den Profisport gewagt. Das hätte ich mir niemals träumen lassen. Das alles habe ich trotzdem geschafft, schon jetzt. Und nun ist da der Traum von der WM Qualifikation und einer top 5 Platzierung. Mal sehen, ob ich auch das schaffen kann…