Schmidt Max genießt das Eiswasser in vollen Zügen

Eisschwimmer sind oft Individualisten auf der Suche nach Herausforderungen. Die persönlichen Gründe reichen vom sportlichen Interesse, die eigenen Grenzen auszuloten über den Funfaktor, von der Lust an der Überwindung, der Neugier an neuen Erfahrungen bis zur Suche nach neuen Extremen. Extremschwimmer Christof Wandratsch, der schon Strecken wie den Ärmelkanal oder die Längsbodenseequerung in Rekordzeit hinter sich gelassen hat, ist dafür das beste Beispiel. Auf der Suche nach neuen Extremen kam er zum Eisschwimmen – und das als ehemaliger Warmduscher.

Für alle Eisschwimmer und auch Eisschwimmfans, die es mal versuchen wollen, veranstaltet Christof Wandratsch regelmäßig Aqua Camps für Eisschwimmer. Doch was genau passiert in solchen Camps? Der Schmidt Max vom Bayerischen Rundfunk wollte das auch wissen und hat an einem Aqua Camp teilgenommen.

Am ersten Tag dürfen die Teilnehmer zum ersten Mal ins Eiswasser. Und das nur in Badehosen bzw. Badeanzug, da Neoprenanzüge beim Eisschwimmen nicht erlaubt sind. Das Ziel ist die Erfahrung an sich. Es geht nicht darum lange im Wasser zu verweilen, lieber immer wieder kurze Momente, um den Körper daran zu gewöhnen.

Das reicht fürs erste…

Besonders wichtig ist die Aufwärmeinheit vorher. Nie mit einem kalten, frierenden Körper ins kalte Wasser gehen! Die einhellige Erfahrung dieses ersten Tages: Die Angst vor der Kälte war schlimmer als das Reingehen selbst.

Am zweiten Tag wird die Schwimmtechnik geübt. Generell gilt: Je beweglicher man in den Schultergelenken ist, desto besser. Unterarm und Oberarm sollten mit einem hohen Ellbogen eine Fläche ergeben. Die Arme müssen angespannt werden. Beim Kraulen muss man sich am Wasserwiderstand abdrücken und den Körper nach vorne ziehen. Zum Glück ist der Widerstand im Eiswasser wegen der Wasserdichte viel höher als im normalen Wasser. 😉

Schmidt Max im Aqua Camp

Tag drei schließlich stehen 25 Meter Schwimmen im Eiswasser bevor. Doch zunächst gibt es morgens eine kurze Erfrischung im Fluss. Anschließend dann Aufwärmen beim Frühstück. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass die kurze Abkühlung am Morgen sehr belebend war und das Gefühl danach einfach unbeschreiblich ist. Schließlich war es soweit, es galt 25 Meter im Eiswasser zu schwimmen. Und jeder hat sie geschafft!

Das beweist, dass JEDER Eisschwimmen kann. Es ist reine Kopfsache 😉

Die Erfahrungen der Teilnehmer:

  • Atmung im Eiswasser anfangs schwer zu kontrollieren
  • Danach fühlt man sich sehr belebt
  • Die Angst vor der Kälte ist schlimmer als das Reingehen selbst
  • Das Beste ist das Gefühl danach
  • Eiswasserschwimmen regt den Kreislauf an, überall prickelt es
  • Das individuelle Kälteempfinden ändert sich. Davor fühlten sich 14° kalt an

Da die Teilnehmer solcher Eisschwimm-Kurse aber sehr unterschiedlich sind, werden die Inhalte der Kurse immer wieder den Bedürfnissen der Teilnehmer individuell angepasst.

Wollt Ihr wissen, wie es dem Schmid Max im Aqua Camp ergangen ist? Hier die gesamte Sendung: http://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/freizeit/themen/eisschwimmen-schwimmen-im-winter-im-freien-burghausen-100.html