Mareen hat ihre bisher beste Leistung beim IRONMAN Hawaii gezeigt. Sie hat einen starken 13. Platz bei den Damen erreicht. Für das nächste Mal hat Sie bereits ein neues Ziel: unter die Top 10 zu kommen! Wir sind stolz auf Mareen und freuen uns auf die nächsten Events mit ihr!

 

Es war ein wahnsinnig schnelles Rennen bei den Ironman Weltmeisterschaften auf Hawaii. Ein Streckenrekord nach dem anderen purzelte. Auch ich habe persönliche Kona-Bestzeiten in allen drei Disziplinen aufgestellt. Mein Finish von 09:06 Stunden war 15 Minuten schneller als letztes Jahr. Und es war gut genug für einen 13. Platz. Nur? einen 13. Platz.

Kona ist immer ein enges Rennen. Die 40 besten Profifrauen stehen an der Startlinie. Es ist das wichtigste Rennen im IRONMAN Sport und jede von uns ist bestmöglich vorbereitet und will überzeugen. So auch ich. Ich war fit und gesund und freute mich auf das Rennen.


Der Schwimmstart war ein bisschen rau, aber ich fand und verteidigte meinen
Platz in der Schwimmgruppe. Ich hatte ein gutes Schwimmen und verließ das Meer nach 58 Minuten mit 17 anderen Mädels. Das bedeutete, dass Platz 15-33 in der Wechselzone zusammen waren. Es war eine riesengroße Schwimmgruppe – und ich war dabei. Was für ein Gewusel im Wechselzelt! Nachdem ich schon mit der ersten Schwimmgruppe beim IRONMAN Klagenfurt in die Wechselzone gekommen bin, zeigt dies mein verbessertes Schwimmen, sowohl mit meinem Aquasphere Speedsuit als auch mit meinem Phantom Neoprenanzug. 

 

Auf meinem neuen Ceepo-Shadow machte ich mich auf den Weg, um die Lücke zu den schnellen Schwimmerinnen zu schließen. Ich war mit einigen starken Mädels in einer kleinen Gruppe zusammen unterwegs. Etwa auf halbem Weg hatten wir die 4-minütige Lücke zur Gruppe der schnelleren Schwimmerinnen geschlossen. Nur 4 Profidamen waren noch voraus, allerdings mit ordentlichem Vorsprung. Es gab nur sehr wenig Wind, so dass es schwer war, die Gruppe zu trennen, die sich gerade gebildet hatte. Da ich vor allem auf der zweiten Hälfte eine sehr starke Radfahrerin bin, hätte ich mir auf dem Rückweg nach Kona viel Gegenwind gewünscht, um etwas Zeit auf die schnellen Läuferinnen herauszufahren. Ich und ein weiteres Mädel konnten bald eine kleine Lücke reißen. Aber eine rollende Flasche an einer Verpflegungssstation zwang mich zu einem scharfen Bremsmanöver und ich verlor dabei mein Front Getränksystem. Es war nur ein kurzer Stopp, um es wieder aufzuheben und zu befestigen, aber ich merkte, wie nah das Feld immer noch beisammen war. Eine nach der anderen rauschte an mir vorbei. Ich hab dann noch mal ordentlich Druck gemacht, das Feld wieder zu überholen. Das habe ich geschafft, aber es ist keine nennenswerte Lücke zu den schnellen Läufern zustande gekommen. Mit meiner Radleistung und der Zeit von 4:43 Stunden bin ich zufrieden. Ich konnte von Platz 31 auf den 8. Platz nach vorne fahren. Das zeigt auch, dass das Ceepo Shadow eine gute Wahl für mich war!

 

In der Wechselzone musste ich dann erst mal ordentlich Flüssigkeit nachtanken. Ich hatte auf den letzten Radkilometern nichts mehr zu trinken. Ich wurde schnell von den schnellen Läuferinnen, die nicht weit hinter mir lagen, „überlaufen“. Bei dem ersten Wendepunkt bei km 7 lief ich bereits auf dem 12. Platz. Aber was sollte ich tun? So früh im Lauf muss ich mich auf mein Tempo konzentrieren und wie ich mich fühle. Ich darf mich nicht aus dem Rhythmus bringen lassen, wenn ich überholt werde. Ich bin stabil 3:18 h gelaufen, aber nicht so schnell, wie ich erwartet hatte. Auf den weiteren 36 Kilometern gab es ab und an noch mal einen Positionswechsel. 3 weitere Athletinnen überholten mich, ich gewann zwei Plätze zurück und lief letztendlich auf dem 13. Platz ins Ziel. Dass es nur 12 Sekunden auf Platz 12 war, habe ich erst im Ziel gesehen. Mein Lauf war konstant solide, aber mehr auch nicht. Irgendwie habe ich meine Herzfrequenz nicht so hoch bekommen, wie sie im Marathon eigentlich sein sollte. Ich weiss noch nicht warum und hoffe, dass ich es herausfinden werde.

Mein Fazit zum Rennen: Ja, ich habe erwartet, einen schnelleren Marathon zu laufen. Aber hey, ich hatte ein tolles Schwimmen, ein starkes Radfahren und einen soliden Lauf. Ich habe Kona 2018 in 09:06 Stunden nach Hause gebracht und hey, ich bin 13. Profidame bei der Weltmeisterschaft. Was die Leistung angeht, hatte ich mein bisher bestes Kona und bin damit zufrieden! Der Blick auf die Spitze des Rennens ist wahnsinnig inspirierend! Das Feuer brennt weiter in mir, noch schneller zu werden! Vielleicht klappt es dann noch mit dem Traum der Top 10!