Mareen Hufe gewinnt ihren ersten Ironman – der Rennbericht

Was gibt es schöneres für Triathleten als den ersten Ironman zu gewinnen? Mareen Hufe hat es am Wochenende beim Ironman Austria in Klagenfurt geschafft und erzählt überglücklich über das Rennen und den Rennverlauf.

Als ich mich im Jahr 2012 dazu entschloss fortan als Triathlon-Profi zu versuchen, steckte ich mir mehrere Ziele. Seit Sonntag ist die Liste um einen Vorsatz kleiner geworden. Beim Ironman Austria überquerte ich nach 9:00:32 Stunden als erste Teilnehmerin die Ziellinie in Klagenfurt und habe damit nach vielen zweiten Plätzen erstmals  eine IRONMAN Langdistanz-Wettbewerb für mich entscheiden können.

Für die Ironman-WM auf Hawaii hatte ich mich ja bereits im Vorfeld qualifiziert. Die Veranstaltung in Kärnten war eine Art „Bonus-Wettbewerb“. Von befreundeten Sportlern hatte ich viel Gutes gehört. So fiel mir die Entscheidung nicht schwer. Ich wusste, dass dort drei Granaten an den Start gehen würden, aber ich wusste auch, dass ich eine Top-Form habe und mir durchaus Chancen auf eine Podiumsplatzierung ausgerechnet.

Und dann lief der Wettkampf von Beginn an nahezu perfekt. Auf den 3,8 Kilometern, die im Wörthersee geschwommen werden mussten, ließ ich mich diesmal nicht abschütteln und blieb eng an den Favoritinnen dran. Das war das erste Mal, dass ich mit der ersten Gruppe aus dem Wasser gekommen bin.

Nur die Österreicherin Beatrice Weiss war einige Minuten vor mir aufs Rad gestiegen, doch zügig hatten ich, Lokalmatadorin Lisa Hütthaler und die Britin Emma Pallant die Lücke zugefahren. Ich drückte aufs Tempo, konnte mich in meiner Paradedisziplin aber nicht absetzen. Ich blieb ruhig, legte die 180 Kilometer kontrolliert zurück und versuchte Kräfte für den abschließenden Marathon zu sparen.

Der Plan ging auf. Als es auf die Laufstrecke ging, war Beatrice Weiss längst abgehängt. Auch Emma Pallant hatte zu diesem Zeitpunkt vier Minuten Rückstand auf Lisa Hütthaler und mich. Emma Pallant kam aber schnell heran, überholte uns und führte zwischenzeitlich mit zwei Minuten Vorsprung. Gegen Ende des Rennens konnte ich noch etwas zulegen und auf den letzten Kilometern erst Lisa Hütthaler abhängen und dann auch noch Emma Pallant überholen.

So konnte ich den Zieleinlauf in Klagenfurt vor tausenden von jubelnden Fans vollends genießen. Taktik aufgegangen!

Ich bin ohne jeden Druck gestartet. Umso schöner, dass mir der Sieg geglückt ist. Gerade auch, weil meine Eltern dabei waren. Die sind natürlich mächtig stolz.

(Mareen Hufe 3. v. links)