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Wasser ist die Substanz, die das Leben auf der Welt erhält, befruchtet, belebt und jeden Tag aufs Neue stärkt. In fast jedem Stoff ist Wasser anteilig enthalten. Es durchdringt die Biosphäre und kurbelt die wichtigsten Stoffwechselprozesse an. Wasser ist zudem als einzige Substanz der Welt in allen drei Aggregatzuständen (fest, flüssig und gasförmig) vertreten. In der Mythologie und fast allen Religionen    ist Wasser auf Grund seiner Einzigartigkeit von zentraler Bedeutung. Wasser wird hier gepriesen als sakrales Gut der Reinigung und Heilung des Körpers. Viele Religionen zelebrieren ganz individuelle Reinigungs-Rituale.

Unsere Erdoberfläche besteht zu 72 % aus Wasser. Diese 72 % kommen zu 99,7 % als Meerwasser und schwer zugängliches Süßwasser vor. Nur 0,3 % Prozent des Wassers existiert in Form von Trinkwasser. Aufgrund seiner Wichtigkeit für unser Wohlergehen vertrauen wir dem Wasser bei der Stärkung unserer Lebenskraft.

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Wie beeinflusst Wasser unser Leben?
Der Körper eines Säuglings besteht bei der Geburt zu 97 % aus Wasser. Dieser hohe Wassergehalt schwindet während des Wachstums, da der Körper im Laufe der Zeit immer mehr von seinem Wasserbindungsvermögen verliert und dementsprechend aushärtet. Trotzdem besteht auch ein ausgewachsener Körper noch aus etwa 70 % Wasser. So bildet das Wasser beispielsweise die Grundlage für unseren Lebenssaft, das Blut. Dessen Konsistenz beruht zu 92 % aus Wasser. Und auch für die bestmögliche Blutzirkulation ist sauberes, transportfähiges Wasser vonnöten, damit die Zellen von Giftstoffen gereinigt und mit Nährstoffen versorgt werden können. Auch andere Körperteile des menschlichen Organismus, darunter Gehirn, Muskeln oder Leber, sind zu einem hohen Prozentsatz aus Wasser aufgebaut. Selbst in den harten Knochen findet sich ein Wasseranteil von 22 %. Insgesamt bildet das Wasser mit durchschnittlich 43 Litern die Basis des menschlichen Körpers.

Die Bedeutung einer ausreichenden Wasserversorgung
Wasser ist ein elementarer Faktor in unserer täglichen Ernährung. Der menschliche Körper kann zwar via Oxidation von Kohlenhydraten, Fett und Protein selber einen Minimalbetrag seiner Wasserversorgung stemmen. Ein durchschnittlicher menschlicher Organismus kommt aber dennoch nicht länger als drei Tage ohne externes Wasser aus. Dabei verursachen schon 10 % Wasserverlust gravierende Mangelerscheinungen, während eine Dehydratation von über 20 % schon den Tod des Organismus herbeiführen kann. Deswegen nimmt der Mensch jährlich etwa das Fünffache seines eigenen Körpergewichts an Wasser zu sich. Bis zum Tod summiert sich dieser Betrag auf 25000 bis 30000 Liter Wasser.

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Wasser – ein Grundrecht für jedermann?
Grundsätzlich hat jeder Mensch das Recht auf den Zugang zu sauberem Trinkwasser. Bislang kann jedoch eine beträchtliche Anzahl der Weltbevölkerung nicht von diesem Recht Gebrauch machen. Dabei reicht die vorhandene Menge an Wasser eigentlich aus, um ausreichend Wasser für die Weltbevölkerung bereitzustellen. Die unterschiedlichen Vegetationszonen der Welt sorgen aber dafür, dass manche Regionen unter Wasserknappheit leiden, während andere Regionen überversorgt sind. Die gebeutelten Menschen der wasserarmen Regionen werden zudem oftmals von schlechten Einkommen, hohem Bevölkerungswachstum und schlechter Wasserhygiene geplagt.

Deutschland ist hingegen ein Land, in dem die Wasserversorgung geradezu paradiesisch ist. Für die Bürger stehen jährlich 188 Milliarden Kubikmeter zur Verfügung. Von diesen werden jedoch nur 17 % tatsächlich genutzt, während der Rest als Reserve bereitgehalten wird. Es gibt also ein alarmierendes Ungleichgewicht in der Wasserverteilung auf der Welt. Heutzutage existieren viele Organisationen, die sich für eine gleichmäßige Versorgung der Weltbevölkerung einsetzen und dafür zahlreiche Projekte ins Leben gerufen haben.