SwimRun –  eine Kurzform des Triathlons? Ein Duathlon, wenn das Gelände keine Radstrecke hergibt? Stimmt alles – ein bisschen zumindest, aber SwimRun ist inzwischen viel mehr: eine eigene, spannende Sportart mit Regeln und Wettkämpfen, extrem abwechslungsreich und weltweit immer beliebter.

Aqua Sphere Athleten mit dem Speedsuit Phantom Anzug

Entstanden im Outdoorsport-verrückten Schweden, wo SwimRun sich mit rund 150 Events inzwischen zum richtigen Volkssport entwickelt hat. Inzwischen fasziniert der Sport aus der Wildnis Skandinaviens auch anderswo immer mehr Ausdauerfreaks, die gerne – je nach Wettkampf alleine oder im Zweier-Team – im Freiwasser schwimmen und querfeldein laufen. Immer im mehrfachen fliegenden Wechsel, die Natur so nehmend, wie sie eben gerade kommt. Ein Sport für wahre Freigeister, ein Sport mit Spirit und toller Atmosphäre. Ein Sport, bei dem man aber in Sachen Ausrüstung auch einige Dinge beachten muss: Denn alles, was man im Wasser dabeihat, muss man auch beim Laufen mitschleppen – und umgekehrt. Ein kurzer Neoprenanzug ist bei den meisten Rennen Pflicht. Dazu kommen Schwimmbrille oder -maske, Badekappe, Pullbuoys als Auftriebshilfe und auf langen Distanzen wahlweise Paddles. Zum Laufen eignen sich leichte Trailschuhe mit gutem Profil, die das Wasser schnell wieder abgeben. Bei vielen Rennen ist zudem Sicherheitsausrüstung vorgeschrieben (z.B. Kompass, Signalpfeifen, Erste-Hilfe-Set, evtl. Restube, bei Teamwettbewerben oft eine Leine), die man am besten in einer Gürteltasche oder einem speziellen Schwimmrucksack verstaut.

Alex vom DJK Singen Team mit seinem Equipment beim SwimRun in Bologna 2017 (KAIMAN EXO Schwimmbrille, P2K, Ergoflex Handpaddles)

Ein Sport für Grenzgänger

SwimRun ist ein Sport, der körperlich ganz schön fordert, wie auch Aqua Sphere Athlet Faris Al Sultan weiß. Den früheren Triathlon-Profi hat, wie viele Triathleten, Schwimmer und andere Ausdauerfreaks, die gerne an ihre Grenzen gehen und neue Ziele suchen, nämlich das SwimRun-Fieber gepackt. Regelmäßig nimmt er an Wettkämpfen, die es inzwischen auch immer öfter in Deutschland oder Italien gibt, teil. Und was früher für ihn der Ironman in Hawaii war, ist heute der Ötillö in Schweden. 2016 fand dort die 1. Weltmeisterschaft im SwimRun statt. Seither messen sich hier jährlich die weltbesten SwimRun-Athleten beim Schwimmen von Insel zu Insel, die man dann über rutschige Felsen, Stock und Stein zu Fuß überquert. In diesem Jahr findet die Weltmeisterschaft in Ötillo am 3. September 2018 statt.

Faris al Sultan wird diesmal nicht dabei sein. Er sagt: „10 Kilometer Schwimmen und 60 Kilometer Laufen, diese extreme Strecke beim Ötillö kann auch ich mir nicht einfach aus dem Ärmel schütteln, da muss man sich schon sehr intensiv darauf vorbereiten und außerdem braucht man ja auch einen adäquaten Partner. Ich starte am 16. September beim Aquaticrunner, einem Einzelrennen von Grado nach Lignano mit etwa 22 Kilometer Laufen und fünf Kilometer Schwimmen. Dafür ist der Trainingsaufwand etwas überschaubarer.“ Und das Wasser an der Adria ist ja schließlich auch ein wenig angenehmer…

Mehr zum Thema SwimRun unter:

https://otilloswimrun.com/

http://swimrun-germany.com/

http://www.triathlon-deutschland.de/swim-and-run.html

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